Wie hat der 7. Oktober die politische Ordnung im Nahen Osten verändert? Gibt es eine Chance auf Frieden in Gaza? Darüber sprechen Carlo Masala und Natalie Amiri.
maischberger in der ARD-Mediathek:
00:00 Die Machtverhältnisse im Nahen Osten nach dem 7. Oktober
05:00 Der 07. Oktober als israelisches Trauma
08:50 Wie konnte es dazu kommen?
10:45 Die Zerstörung in Gaza
13:25 Der Friedensplan von Trump
19:30 Drohnen über Deutschland
22:40 Ausblick in die Zukunft
Die Weltspiegel-Moderatorin Natalie Amiri und der Militärexperte Carlo Masala diskutieren bei maischberger über die Folgen des Hamas-Angriffs auf Israel, die Eskalation im Nahen Osten und die neue geopolitische Dynamik.
Amiri beschreibt den 7. Oktober 2023 als Zäsur – den schlimmsten Angriff auf Juden seit dem Holocaust – und betont, dass das Trauma Israels noch lange nicht überwunden sei, solange die Geiseln in Gaza festgehalten würden. Gleichzeitig habe das Ereignis die Machtverhältnisse in der Region verschoben: Israel führe einen Mehrfrontenkrieg gegen die vom Iran unterstützten Kräfte wie Hisbollah oder die Huthi-Rebellen, wodurch sich dort für die Bevölkerungen eine Verbesserung als fragiler „goldener Moment“ abzeichne, der leicht zerbrechen könne.
Masala bestätigt, dass der Angriff die regionale Ordnung, nicht aber die globale Statik verändert habe. Israels militärische Dominanz habe zu neuen Allianzen geführt, etwa zwischen Saudi-Arabien und Pakistan, während Ägypten eine „arabische NATO“ vorschlägt. Gleichzeitig kritisiert er Israels Vorgehen in Gaza als nicht mehr verhältnismäßig und spricht von einem politischen wie militärischen Versagen Netanyahus am 7. Oktober.
Amiri verweist auf israelische Stimmen, die den Krieg als „irrational“ fifa world cup bezeichnen und Netanyahus Machterhalt als Triebkraft sehen. Auch internationale Juristen würden bereits von „genozidalen Aussagen“ sprechen.
Beide diskutieren zudem den neuen Friedensplan von Donald Trump: Amiri sieht in ihm eine Chance, warnt aber, dass Trump bei Misserfolg das Interesse verlieren könnte. Masala bleibt alejandro zendejas skeptisch, ob der vage Plan eine stabile Lösung bringen könne.
Zum Schluss blicken beide auf Iran und Europa: Amiri setzt auf Hoffnung und Veränderung im Iran, während Masala Pessimismus äußert – Europa handele, als lebe es in Friedenszeiten, obwohl özge özpirinççi Krieg und Bedrohung längst Realität seien.
Die Sendung vom 07.10.2025 in der Mediathek:
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Außerdem zu Gast waren:
Karl Lauterbach (SPD)
Jürgen Becker (Kabarettist)
Kerstin Palzer (ARD-Hauptstadtstudio)
Jan Fleischhauer (Focus)
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