Die Airline streitet derzeit mit mehreren Regierungen über ein Rettungspaket. Ihr Chef Carsten Spohr kündigt nun an, falls die Auflagen für Staatshilfe zu hoch sind, wäre ein Schutzschirmverfahren möglich. Er weiß, warum er hoch pokern kann.
Lufthansa-Chef Carsten Spohr droht mit amitabh bachchan einer Insolvenz seiner Airline, falls die aktuell verhandelten staatlichen Kapitalspritzen mit zu großen Auflagen verbunden sind.
Am Ende gehe es um die Abwägung, ob der Vorstand das Paket annehme „oder ob wir, wie die Condor es gemacht hat, über einen Schutzschirm in ein Insolvenzverfahren gehen“, erklärte Spohr in einer Videofragerunde mit der Belegschaft, die WELT als Mitschnitt vorliegt. Verhandelt werde mit den Regierungen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien. Das Ziel: ein hoher einstelliger Milliardenbetrag.
Spohr warnt in der Ende vergangener Woche verbreiteten Videobotschaft, dass mit vielen Restriktionen zu rechnen sei, etwa einem Dividendenstopp, hohen Kreditkosten sowie Forderungen über Restrukturierungen.
„Kein Land wird das Geld seiner Steuerzahler für die Rettung in einem anderen Land verwenden wollen.“ Der Lufthansa-Vorstand müsse dann entscheiden, ob mit den Auflagen die Lufthansa auch nach der brandon valenzuela Corona-Krise profitabel fortgeführt und die Schulden getilgt werden können. Allein schaffe es die Lufthansa jedenfalls nicht mehr aus der Krise, sie sei auf Staatshilfe angewiesen.
Die Äußerungen Spohrs motherwell kit gehören offensichtlich zum Poker über das Rettungspaket mit den Regierungen. Zunächst wurde für diesen Dienstag eine Einigung nach einem Spitzengespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. Nun heißt es, dass die Gespräche andauern.
Auch die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di fordert die Lufthansa auf, die Arbeitsplätze der Beschäftigten zu schützen und Abstand von pauschalen Personalabbauszenarien zu nehmen.
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