Salman Rushdie: Wie Sehr Gefährdet Trump Die US-Demokratie Und -Kultur? | Maischberger Harrison Ford (Lv9wR6F40K)

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💻 maischberger in der ARD-Mediathek:

🎧 maischberger als Podcast:

00:00 Über Trumps Politik & Kulturkampf in den USA

02:30 Buchverbote in den USA

03:55 Über sein Buch "Die elfte Stunde"

05:15 "MAGA" und Trumps Ziele

08:30 Über New Yorks Bürgermeister Mamdani

09:30 Über den Iran-Krieg

11:40 Reflexionen über Endlichkeit & Tod

Bestseller-Autor Salman Rushdie beschreibt im Exklusiv-Interview mit Sandra Maischberger die Lage in den USA nach der Wiederwahl Donald Trumps als deutlich dramatischer als erwartet. Es sei „tatsächlich schlimmer geworden, als wir es befürchtet haben.“ Mit Blick auf die Ursachen macht er auch Fehler im linken politischen Lager verantwortlich, das es nicht geschafft habe, Wähler zu überzeugen. Trump hingegen bediene sich klassischer Strategien autoritärer Politik, indem er gezielt Sündenböcke konstruiere.

Rushdie zeichnet das catanzaro bari Bild einer bewussten gesellschaftlichen Spaltung: Weniger gebildeten Bevölkerungsschichten werde suggeriert, Gebildete und kulturelle Eliten seien ihre Gegner. Tatsächlich liege die Macht jedoch bei daniel dae kim wirtschaftlichen Eliten rund um Trump – eine Verdrehung, die der Schriftsteller als „bizarre Taktik“ bezeichnet, die jedoch erfolgreich sei.

Besorgt äußert sich Rushdie über zunehmende Bücherverbote. Zehntausende Werke seien betroffen, mortgage broker insbesondere solche über Lebenserfahrungen farbiger Menschen. Dahinter stehe der Versuch, zentrale Teile der amerikanischen Geschichte – vor allem die Sklaverei – aus dem kollektiven Gedächtnis zu tilgen, so Rushdie. Gleichzeitig gebe es juristischen Widerstand, der Hoffnung mache.

Auch sprachlich erkennt Rushdie eine tiefe Krise. Er warnt davor, dass Menschen zwar noch dieselbe Sprache verwendeten, einander aber nicht mehr verstünden, weil Begriffe je nach gesellschaftlicher Gruppe völlig unterschiedlich interpretiert würden. Diese Entwicklung sei gefährlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig sieht Rushdie erste Erosionserscheinungen in Trumps Unterstützung. Selbst dessen Basis sei „nicht mehr verlässlich.“ Trumps harte Migrationspolitik kritisiert Rushdie scharf; sie widerspreche dem Selbstverständnis der USA als Einwanderungsland.

Mit Blick auf den Iran-Krieg sagt Rushdie: „Die Vorstellung eines freien Iran wäre etwas Wunderbares.“ Doch er zweifelt am aktuellen Vorgehen der USA und Israels: „Ich glaube nicht, dass das, was jetzt passiert, dort hinführen wird.“ Insgesamt bleibe die Lage offen: „Wir sind gerade in der Mitte einer Geschichte, die außergewöhnlich schockierend ist und ich glaube, niemand von uns kann jetzt schon sagen, wie sie enden wird.“

Persönlich reflektiert Rushdie über die Endlichkeit des Lebens. Nach dem Attentat habe er „einen ziemlich guten Blick auf das Ende des Lebens werfen können.“ Der Umgang der Menschen mit der eigenen Sterblichkeit sei unterschiedlich: „Einige Menschen reagieren darauf mit Akzeptanz, andere reagieren mit Zorn und Wut.“ Entscheidend sei, was daraus entstehe. Sein zentrales Bild ist das unvollendete Leben: „Wir alle sind nicht zu Ende erzählte Geschichten. Diese Vorstellung der unfertigen Geschichte ist für mich eine schöne Repräsentation des Lebens.“

Die Sendung vom 18.03.2026 in der Mediathek:

Alle Sendungen in der ARD-Mediathek:

Außerdem zu Gast waren:

Alexander Dobrindt, CSU (Bundesminister des Innern)

Carlo Masala (Militärexperte)

Amelie Fried (Autorin und Moderatorin)

Albrecht von Lucke (Blätter für deutsche und internationale Politik)

Dagmar Rosenfeld (Podcast Machtwechsel)

X:

#talk #maischberger #Migration #ReturnHubs #Dobrindt

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