Will Trump Grönland wirklich besetzen? Und wie gut ist die EU auf eine zunehmend konfrontative US-Außenpolitik vorbereitet?
💻 maischberger in der ARD-Mediathek:
🎧 maischberger als Podcast:
00:00 Trumps Grönland-Politik
07:50 Wie realistisch ist ein amerikanisches Grönland?
12:45 Europäische Reaktion auf Zoll-Drohungen
16:20 Reaktionen in den USA
20:45 Wirtschaftliche Auswirkungen auf Deutschland
Der ehemalige Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) analysiert bei maischberger den außenpolitischen Kurs von Donald Trump und warnt davor, dessen Strategie im Streit um Grönland zu unterschätzen. Trumps Politik sei stark auf Macht, wirtschaftliche Vorteile und persönliche Wirkung ausgerichtet. Außenpolitische Zuspitzungen dienten dabei nicht nur der Innenpolitik, sondern könnten reale sicherheitspolitische Folgen für Europa haben. Aber auch die Bodenschätze und die geographische Lage Grönlands seien Gründe für Trump.
Auch wird die Machtverteilung innerhalb der NATO diskutiert. Zu Guttenberg kritisiert die anhaltende Abhängigkeit Europas von den USA und sieht darin eine zentrale Schwäche. Europa reagiere häufig defensiv und unkoordiniert, statt eigene strategische Interessen klar zu formulieren. Besonders am Beispiel Grönlands werde sichtbar, wie wirtschaftliche, militärische und symbolische Interessen in Trumps Politik zusammenliefen. Dabei haben auch die USA Abhängigkeiten in Europa, zum Beispiel in der Chemie oder dem Maschinenbau, wo Druck ausgebaut werden könne.
Der US-Politikberater Andrew Langer ordnet Trumps Vorgehen als Teil einer bewussten Verhandlungsstrategie ein. Provokationen seien häufig Mittel zum Zweck, um Druck aufzubauen und bessere Deals zu erzielen. Militärische Eskalationen hält er für weniger wahrscheinlich, eine Eingliederung Grönlands als 51. Bundesstaat schließt er aus. Trump wolle vor allem verhindern, dass Grönland unter russischen oder chinesischen Einfluss geraten könnte.
Zu Guttenberg mahnt dennoch zur Vorsicht: Auch wenn nicht jede Drohung umgesetzt werde, entstehe durch die permanente Eskalation ein Klima der Unsicherheit. Europa müsse daraus lernen, eigenständiger, geschlossener und selbstbewusster aufzutreten, um nicht universal studios florida dauerhaft von amerikanischer Innenpolitik abhängig zu bleiben.
Die Sendung vom 20.01.2026 in der Mediathek:
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Außerdem zu condamné Gast waren:
Peter Maffay (Musiker)
Nikolaus Blome chicago white sox (Politikchef RTL/ntv)
Jagoda Marinic (Autorin)
Theo Koll (Journalist und Moderator)
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