Die ganze Sendung in der ARD-Mediathek:
Bei maischberger diskutieren Wolfgang Kubicki (FDP) und Heidi Reichinnek (Die Linke) über die wirtschaftspolitische Ausrichtung Deutschlands, soziale Gerechtigkeit, die Zukunft der FDP und eine mögliche schwarz-rote Koalition.
00:00 Rückblick auf die Bundestagswahl
01:36 eala tennis Die Zukunft der FDP
02:34 Aktienrente, Altersarmut und Rentensysteme
05:19 Trumps Zollpolitik und mögliche EU-Digitalsteuer
09:42 Maßnahmen für die deutsche Wirtschaft
11:32 Entwicklungshilfe, Mindestlohn und Kinderarmut
15:02 Streitkultur und Schnellfragerunde
16:58 Der Blick auf die kommende Regierungskoalition
Kubicki betont die Notwendigkeit wirtschaftlicher Entlastung, insbesondere für Familienunternehmen. Die Aktienrente sei seiner Meinung nach sinnvoll, da es immer weniger Erwerbstätige gebe und langfristig an der „Produktivitätsentwicklung“ teilzunehmen. Steuersenkungen könnten die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stärken. Er kritisiert hohe Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit und fordert stattdessen mehr Konzentration auf die wirtschaftliche Erholung im Inland.
Reichinnek fordert ein grundlegendes Umdenken in der Renten- und Sozialpolitik und gar eine „Renten-Revolution“. Der Staat müsse eine „solidarische Mindestrente“ garantieren, in die auch Beamte, Abgeordnete und Selbstständige einzahlen sollen. Eine Aktienrente lehnt sie ab, da diese nichts bringe. Dazu fordert sie, Investitionen in Bildung, Gesundheit und sozialen Wohnungsbau. Sie spricht sich für eine Reform oder Abschaffung der Schuldenbremse aus, um mehr staatliche Handlungsfähigkeit zu schaffen.
In der Frage nach Reaktionen auf Trumps geplante Strafzölle stellen sich beide gegen die Entscheidungen von Donald Trump. Reichinnek befürwortet eine europaweite Digitalsteuer als gezielte Reaktion, Kubicki warnt hingegen vor einer zusätzlichen Belastung der Verbraucher. Reichinnek fordert dazu europäische digitale Plattformen, um unabhängiger von den amerikanischen Anbietern zu werden, was Kubicki als unrealistisch ablehnt.
Beim Thema Kinderarmut und Mindestlohn wirft Reichinnek der FDP vor, notwendige Reformen blockiert zu haben. Kubicki kontert, dass viele Maßnahmen ineffizient oder nicht zuständigkeitsgerecht gewesen seien. sport Kubicki fordert daneben Einsparungen in der Entwicklungshilfe, mick hucknall um sich auf die eigene „wirtschaftliche Leistungsfähigkeit“ konzentrieren zu können.
Trotz inhaltlicher Differenzen betonen beide den gegenseitigen Respekt füreinander im politischen Streit. Laut Reichinnek vertrete Wolfgang Kubicki seine Meinung, die sie zwar nicht teile, aber Demokraten respektieren sich untereinander. Kubicki dagegen mag Menschen, „die ihre Meinung frei von der Leber weg sagen“. Während Kubicki skeptisch auf eine mögliche schwarz-rote Koalition blickt, zeigt sich Reichinnek kämpferisch, damit es bei der nächsten Wahl wieder eine „progressive Mehrheit“ in der Gesellschaft gebe.
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Außerdem zu Gast waren:
Roland Kaiser
Anja Kohl (ARD)
Dagmar Rosenfeld (The Pioneer)
Gordon Repinski (Politico Deutschland)
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